SGS blickt nach dem Umbruch nach vorne

Sportchef Jan van den Woldenberg im Interview mit Fupa

Artikel vom 17. Juni 2026

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    Unsere Erste hat den bitteren Abstieg in die Bezirksliga hinnehmen müssen. Der Blick geht nun nach vorne: Es gilt, in der Bezirksliga einen guten Start zu erreichen und sich dort zu etablieren. Unter anderem darüber sprach Sportchef Jan van den Woldenberg mit FuPa-Redakteur Markus Becker. Wir geben Euch die Inhalte der Interviews wieder.

    Ursachen des Abstiegs und Dominoeffekt

    Jan van den Woldenberg erklärt, dass der Abstieg von Fortuna Düsseldorf von der 2. Bundesliga in die 3. Liga einen Dominoeffekt auslöste, der letztlich zehn der 36 Landesligisten in die Bezirksliga führte – auch die SGS traf es als fünfter Absteiger in Gruppe 2. Er betont, dass fünf Absteiger in einer 18er-Liga nicht im Verhältnis stehen und der Verband die Situation in den anderen Verbänden vergleichen sollte.

    Abstand von Spielsystem und Rahmenbedingungen

    Van den Woldenbergs Meinung nach liegen die Gründe nicht ausschließlich im Spielsystem. Die Rahmenbedingungen waren bekannt. Man habe am letzten Spieltag trotz eigener Chance nicht bestanden; man müsse die Verantwortung annehmen. Dazu kommt, dass die Erste aus den letzten neun Saisonspielen nur vier Punkte holte und somit immer tiefer in die Gefahrenzone rutschte. Die Niederlage im Löwental war der endgültige Tiefpunkt einer längeren Negativserie.

    Personalabbau und Transfers

    Der Neustart in der Bezirksliga bringt einen größeren Umbruch mit sich. Die Offensivabgänge der Top-Torschützen Yasar Cakir, Yassine Bentaleb und Volodymyr Honcharov schmerzen besonders. Gleichzeitig rollen die Personalplanungen weiter: Marcel Faber (Rot-Weiss Essen II) kommt als routinierter Akteur, Jan Nübel (Rhenania Bottrop) und Petros Galatidis (FC Kray) sollen als entwicklungsfähige Verstärkungen aus der Landesliga folgen. Bereits getroffene Zusagen einzelner Spieler wurden mit dem Abstieg wieder zurückgezogen. Van den Woldenbergs Kernaussage: Die Mehrheit der Abgänge habe unabhängig von der Liga zugesagt. Das Problem sei, dass manche Spieler schon vorab Zusagen gegeben hätten, die nun nicht mehr gelten.

    Der Begriff des „Lügenmonats“ (Juni) wird im Kontext solcher angekündigten Zusagen stark diskutiert. Van den Woldenbergs Forderung: Man sollte sich darauf verständigen, Spieler, die bereits Zusagen gemacht haben, nicht mehr anzusprechen – eine Praxis, die momentan in Essen noch nicht üblich ist.

    Zukunftsvision und Selbstbewusstsein

    Trotz der Enttäuschung richtet der Sportdirektor den Blick klar nach vorn. Ein Kern der Mannschaft bleibe, der auch in jungem Alter noch Perspektive habe. Die Bezirksliga werde anders gespielt, was Anpassung erfordere. Der künftig kleinere Kader biete Chancen, und van den Woldenbergs Überzeugung lautet: „Die SGS werde ambitioniert eine Rolle in der Liga spielen.“

    Perspektive für die Saison 2026/27

    Wir sehen die Erste in der Bezirksliga gut aufgestellt, um eine starke Rolle zu spielen. Die Zuversicht, nach der Rückkehr in die Landesliga zu einem späteren Zeitpunkt erneut anzugreifen, sei spürbar, aber jetzt liegt der Fokus auf einem erfolgreichen Start in der Bezirksliga.

    Den kompletten Bericht findet Ihr auf Fupa

    Foto: FuPa

    Mit freundlicher Unterstützung vom Haus Gimken